Passstrasse erfordert ausgefeiltes Materialmanagement
Vor dem Ortseingang Bärental wurde im Abschnitt zwischen Seesteige und Bärental auf einer Länge von knapp 4,5 Kilometern die Fahrbahn der Bundesstraße 317 saniert. Das Teilstück gehört zum Feldbergpass, der mit 1.231 m ü. NN zu den höchsten Bergpässen Deutschlands zählt.
Auch für das im Schwarzwald ansässige Bauunternehmen Riegger Strassen- und Tiefbau GmbH & Co. KG keine alltägliche Baustelle. Die Aufgabe: Auf einer Fläche von 40.000 Quadratmetern werden sechs Zentimeter der Fahrbahndecke abgefräßt und abtransportiert. Danach wird die neue Fahrbahndecke wieder aufgebracht. Vorbereitende Arbeiten wurden bis Ende Juli ausgeführt. Dazu gehörte der Einbau neuer Randsteine und Dränage sowie die Sanierung von fünf Stellen, an denen sich die Fahrbahn abgesenkt hatte. Zudem wurden die Randbalken erhöht. Während dieser Arbeiten konnte der Verkehr noch in beide Richtungen fließen, da mit einer Ampelanlage gearbeitet wurde. Ab Mitte August wurde dann für zwei Wochen eine Fahrtrichtung für den Verkehr gesperrt. In dieser Zeit wurden die Leitplanken abgebaut und die Fräsarbeiten durchgeführt. Während der Arbeiten passieren 15.000 Fahrzeuge täglich, darunter viele LKW, die Baustelle. Es musste ständig auf den fließenden Verkehr geachtet werden. Die Aufbringung der neuen Fahrbahndecke kann qualitativ hochwertig und mit der nötigen Sicherheit für die Baufachleute nur während einer Vollsperrung durchgeführt werden. Für diese Arbeiten standen den Baufachleuten von Riegger die ersten zwei Wochen im September zur Verfügung. In dieser Zeit wurde die Strecke ganz für den Verkehr gesperrt.
Um alle Arbeiten in der zur Verfügung stehenden Zeit ausführen zu können, war eine umfassende Baustellenlogistik für die Baufachleute von Riegger unverzichtbar. Der Ablauf der Bauarbeiten wurde schon im Vorfeld genau geplant. Anders als bei einem Projekt in der Fläche, wird bei der Passstraße im Wald nur eine Zufahrt genutzt, über die alles zur Baustelle transportiert werden muss. 8000 Tonnen Binder und 3500 Tonnen Asphaltfeinbelag, dies entspricht der Transportleistung von über 520 großen LKWs, wurden in dieser Zeit auf der Passstraße zu einer neuen Fahrbahndecke verarbeitet.




