Bundesstrasse B 31 - Ortsumfahrung Döggingen
Die Bundestrasse B 31, die Freiburg mit Ulm verbindet, gehört zu den wichtigsten Ost-West-Verbindungen in Baden-Württemberg. Zwischen den Orten Löffingen und Hüfingen wurden 2003 umfassende Ausbaumaßnahmen vorgenommen.
Im Bereich des Erd- und Straßenbau sah die Aufgabenstellung wie folgt aus: Bau einer Umleitungsstrecke östlich der Ortschaft Döggingen - dem Straßenbau westlich der sich zum Zeitpunkt im Bau befindlichen Gauchachtalbrücke - der Verbindungsstrecke zwischen Tunnel und Brücke - dem Straßenbau östlich der beiden Tunnelröhren Richtung Hüfingen - der Neuanbindung der Kreisstraße K-5379 Richtung Bräunlingen - der zum Zeitpunkt neu zu trassierenden Gemeindeverbindungsstrecke zwischen Unadingen und Döggingen - einer Feldwegbrücke über die B-31 - einem Versickerungsbecken - sowie einem Regenklärbecken. Für den Brückenbau wurden Nachunternehmer eingesetzt.
Die zu bewegenden Erdmassen waren zum großen Teil der Bodenklasse 6 und 7 zuzuordnen, also schwerer Fels. Diese überschüssigen Erdmassen wurden auf einer Erddeponie gelagert, die in ca. 1-2 km Entfernung außerhalb der Baustelle lag. Zur Förderung des Bodens wurden Großmuldenfahrzeuge eingesetzt. Diese Fahrzeuge bieten durch eine größere Geländegängigkeit und vergrößertes Transportvolumen deutliche Vorteile vor sonstigen LKW´s. Da die Bundesstraße mit diesen Fahrzeugen unter Verkehr überquert werden musste, ist von den Behörden eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden die unter anderem als Auflage die Einrichtung einer bedarfsgesteuerten Ampelanlage vorsah. Die Fahrer der Fahrzeuge konnten somit aus dem Führerhaus die Ampel per Funk steuern. Diese Lösung hat sich bewährt, der Eingriff in die extrem befahrene Bundesstraße wurde somit erheblich minimiert. Die Gesamtabtragsmassen an Boden betrugen rund 90.000 cbm.
Die Gesamtlänge der Baumaßnahme betrug 3,6 Kilometer. Die herzustellende Asphaltfläche hatte eine Fläche von über 40.000 qm. Die Bausumme belief sich auf 3,8 Millionen Euro.


